Hier finden Sie jeden Monat ausgewählte Artikel aus der Neue Apotheken Illustrierte zu aktuellen Themen.

Der Körper verfügt über ein eigenes Reinigungssystem, das die Bronchien sauber hält. Ist dieses System überlastet oder behindert, tritt ein Ersatzmechanismus in Kraft: Husten. Welche Medikamente helfen, das bronchieneigene Abwehrsystem wieder anzuwerfen und damit den Husten schneller vorübergehen zu lassen, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Medikamente, die das körpereigene Reinigungssystem wieder zum Laufen bringen und das Abhusten von Sekret unterstützen, sind bei einem akuten Erkältungshusten die richtige Wahl. Das können zum Beispiel die chemisch-synthetischen Arzneistoffe Ambroxol und Acetylcystein (ACC) sein. Aber auch die Natur kann Hilfe bieten: So lassen zum Beispiel Arzneimittel, die Extrakte aus Efeu, Thymian, Primelwurzel oder der Kapland-Pelargonie enthalten, eine Bronchitis schneller ausheilen. Auch ätherische Öle in Form von Arzneimitteln haben in validen Studien bewiesen, dass sie das Sekret am Laufen halten, wie Cineol aus Eukalyptusöl und Myrtol aus einer Myrtenart.
Professor Dr. Jürgen Fischer, Ärztlicher Direktor der Nordseeklinik Norderney, rät: »Die Behandlung hängt von der Art der akuten Bronchitis ab. Handelt es sich um einen banalen Infekt, reicht eine symptomatische Behandlung, um den Schleim in den Atemwegen flüssig zu halten. Substanzen wie Ambroxol, ACC oder manche pflanzlichen Arzneimitteln lösen den zähen Schleim, so dass man ihn besser abhusten kann. Handelt es sich um einen bakteriellen Infekt, womöglich mit Fieber, muss der Hausarzt zu Rate gezogen werden und eventuell ein Antibiotikum einsetzen.«
Schwere Unterzuckerungen, also solche, bei denen Betroffene auf die Hilfe anderer Personen angewiesen sind, können langfristig womöglich Herz und Hirn schädigen. Welche Faktoren eine Hypoglykämie bedingen und was man dagegen tun kann, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Diabetiker, die Sulfonylharnstoffe einnehmen oder mit Insulin spritzen, laufen potenziell Gefahr, in eine Unterzuckerung zu rutschen. Die bei Gesunden rechtzeitig einsetzende Gegenregulation arbeitet bei Diabetikern nicht mehr einwandfrei. Alarmreaktionen wie Zittern, Herzrasen oder Heißhunger setzen erst bei deutlich tieferen Zuckerwerten ein. Ein Diabetiker merkt deshalb oft zu spät, dass seine Werte unterhalb des Normbereichs liegen. Und: Mit der Anzahl an Unterzuckerungen versagt die Gegenregulation immer weiter.
Faktoren wie das falsche Abschätzen von Kohlenhydratmengen, die schlechte Durchmischung eines Basal- oder Mischinsulins, ein zu langer Spritz-Ess-Abstand, Fehler in der Insulindosis-Anpassung während eines Magen-Darm-Infekts, ungewohnte Aktivität oder übermäßiger Alkoholkonsum können in einen Unterzucker führen. Neben einer ausführlichen Schulung, wie sich diese Risikofaktoren vermeiden lassen, empfiehlt sich ein sogenanntes Unterzucker-Wahrnehmungstraining. Dabei lernen Betroffene, genau darauf zu achten, welche körperlichen oder psychischen Befindlichkeiten speziell bei ihnen auf eine Hypoglykämie hinweisen. Manch einer wird nur unerklärlich müde, fühlt sich aggressiv oder hat nur ein unbestimmtes Bauchgefühl.
Bescheinigungen zur Zuzahlungsbefreiung sind mit dem 31. Dezember 2011 abgelaufen. Für das neue Jahre 2012 müssen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen die Bescheinigungen neu beantragen. Daran erinnert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Apotheken sind gesetzlich dazu verpflichtet, Zuzahlungen im Auftrag der Krankenkassen einzusammeln und an sie weiterzuleiten, wenn der Patient ein Rezept ohne Befreiungsvermerk oder keinen entsprechenden Krankenkassenbescheid vorlegt. Bei Arzneimitteln betragen die Zuzahlungen zehn Prozent des Preises des Arzneimittels. Mindestens sind es fünf Euro und höchstens zehn Euro. Vom Patienten sind jedoch nie mehr als die eigentlichen Kosten des Medikaments zu tragen. Aber auch für Arztbesuche, Krankenhausbehandlungen, Fahrkosten oder Heil- und Hilfsmittel erheben die Krankenkassen Zuzahlungen. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres müssen keine Zuzahlungen entrichten.
Ist allerdings die Belastungsgrenze erreicht ‑ das sind zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens beziehungsweise ein Prozent bei chronisch kranken Menschen ‑, können sich Versicherte bei ihrer Krankenkasse auf Antrag von der Zuzahlung befreien lassen. Die Apotheken sind darauf vorbereitet, Quittungen oder Zuzahlungen auszustellen oder in einem Sammelheft zu vermerken.
Einige Kassen bieten ihren Versicherten eine Zuzahlungsbefreiung auch schon im Voraus an, wenn die Belastungsgrenzen gut zu bestimmen sind und im Voraus die bis dahin fälligen Zuzahlungen geleistet wurden. Mit dem Zuzahlungsrechner unter www.aponet.de lässt sich ermitteln, wie hoch die individuelle Belastungsgrenze für Zuzahlungen ist.
Moderater Sport und Präparate, die einen speziellen Weißdorn-Extrakt enthalten, können in Kombination die Symptome einer beginnenden Herzschwäche effektiv verbessern. Das teilt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012 mit.
Mit dem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Herzens ab. Das Herz benötigt Energie und Sauerstoff, um arbeiten zu können. Seine Energie gewinnt es, indem es Fettsäuren oder Zucker verwendet. Allerdings entstehen bei der Fettsäuren-Umwandlung Stoffwechselprodukte, die zu Herzrhythmusstörungen führen können, wenn nicht genügend Sauerstoff im Herzmuskel bereitsteht. »Hier greift Weißdorn ein«, sagt Professor Dr. Vera Regitz-Zagrosek von der Berliner Charité. Mit Hilfe von Weißdorn nutzt das Herz wieder mehr Zucker, um Energie zu gewinnen. Schädliche Abbauprodukte durch den Fettsäure-Weg fallen erst gar nicht an. Und: »Durch die Umstellung von Fett- auf Zuckerstoffwechsel kann mit derselben Menge Sauerstoff mehr Energie freigesetzt werden.«
Diese im Labor nachgewiesenen Befunde machen sich in der Praxis bemerkbar. Patienten mit beginnender Herzschwäche, die neben einem regelmäßigen Walking-Training zusätzlich einen standardisierten Weißdorn-Extrakt einnehmen, sind leistungsfähiger als die Patienten, die nur Sport betreiben.
Diabetiker sollten darauf achten, dass sie ausreichend mit dem Spurenelement Zink versorgt sind. Dass Zink darüber hinaus auch das körpereigene Abwehrsystem bei seiner Arbeit unterstützt, darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012.
Zink ist für Diabetiker unentbehrlich. So scheiden sie bei überhöhten Blutzuckerwerten mit dem Urin gesteigerte Mengen davon aus. Und Zink unterstützt die Speicherung von Insulin. Nur wenn Typ-2-Diabetiker gut mit diesem Spurenelement versorgt sind, kann der Körper mit dem noch vorhandenen Restinsulin den Glukosestoffwechsel unterstützen. Zudem beeinflusst Zink die Insulinwirkung an den Zellen positiv.
Dass Zink nicht unerheblich beteiligt ist, wenn es um die Abwehr von Infekten geht, haben jetzt französische Forscher herausgefunden. Abwehrzellen des Immunsystems benötigen demnach Zink, um Krankheitserreger dingfest zu machen. Dazu nehmen die sogenannten Fresszellen Bakterien oder andere Keime in ihrem Zellinneren auf. Dann mobilisieren diese Fresszellen große Mengen Zink, und zwar in derart hohen Dosen, dass es für die im Inneren befindlichen Erreger tödlich wirkt.
Ein gut funktionierender Stoffwechsel benötigt also Zink. Relativ hohe Zinkmengen finden sich in Meeresfisch, Fleisch, Leber, Milch und Eiern. Zudem kann mit speziellen Zink-haltigen Präparaten aus der Apotheke das Zink-Konto aufgefüllt werden.
Der Siebenschläfer ist wohl das bekannteste Beispiel dafür, dass sich manche Tiere in der kalten Jahreszeit eine Auszeit nehmen. Er verschläft einfach Wind, Frost und Regen. Dabei führt der Siebenschläfer längst nicht die Hitliste der Schlummer-Rekordhalter im Tierreich an. Besonders das arktische Erdhörnchen leistet Erstaunliches, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012.
Dass sich Siebenschläfer nicht sieben Monate, sondern gar neun Monate ihren Winterschlaf genehmigen, wissen Forscher schon länger. Doch dass sich manche sogar anderthalb Jahre in die Winterruhe zurückziehen, entdeckten kürzlich Wissenschaftler der Veterinäruniversität Wien. Dabei verloren die Tiere die Hälfte ihres Körpergewichts.
Eine extreme Grenze zwischen Leben und Tod hat die Natur für einen anderen Winterschläfer vorgesehen: für das arktische Erdhörnchen. Sobald sich in Alaska der Winter ankündigt, rollt es sich unter der Erde zusammen und erstarrt. Auf bis zu -18 Grad Celsius fällt die Bodentemperatur. Doch das Tier hält dem stand. Erst bei etwa -3 Grad Celsius stabilisiert es seine Körpertemperatur – und zwar ohne, dass sein Blut gefriert. »Wie das die Erdhörnchen machen, ist ein Rätsel. Genauso wie sie unter diesen Umständen noch atmen können und das Herz noch schwach schlägt«, sagt Professor Dr. Gerhard Heldmaier, Universität Marburg. Alle 10 bis 21 Tage erwacht das Tier aus seiner Starre, und der Körper wärmt sich auf. »So versucht es vermutlich Hirnschäden zu vermeiden«, meint der Fachmann.